Was gehört in eine KI-Schulung?
KI-Schulung für Mitarbeiter: welche Inhalte zählen, wie lange sie dauern sollte, welche Rollen Vertiefung brauchen und wie Sie die Teilnahme dokumentieren.
Kurz gesagt: Eine gute KI-Schulung für Mitarbeitende erklärt, wie KI funktioniert, wo sie im Büro Zeit spart, welche Risiken es gibt und welche Regeln im Alltag gelten. Für die Grundlagen reichen rund 60 Minuten. Rollen wie HR, Buchhaltung oder IT brauchen zusätzliche Vertiefung. Die Teilnahme sollte je Person dokumentiert werden.
Was soll eine KI-Schulung erreichen?
Ziel ist nicht, dass alle Mitarbeitenden Prompt-Profis werden. Ziel ist ein sicheres Urteilsvermögen: Wann hilft KI wirklich? Was darf ich eingeben? Wie prüfe ich das Ergebnis? Und woran erkenne ich, dass jemand KI gegen mich oder das Unternehmen einsetzt? Art. 4 der EU-KI-Verordnung schreibt keine bestimmten Inhalte vor. Die folgenden Themen haben sich in der Praxis als Grundgerüst bewährt.
Welche Inhalte gehören in die Grundlagen?
- Was ist KI? Wie Sprachmodelle Texte erzeugen, warum sie überzeugend klingen und trotzdem falsch liegen können.
- KI im Arbeitsalltag: Copilot, ChatGPT und KI-Funktionen in Fachsoftware – und das Problem der Schatten-KI, also nicht freigegebener Tools.
- Chancen: typische Büro-Situationen, in denen KI Zeit spart, etwa Entwürfe, Zusammenfassungen oder Umformulierungen.
- Risiken: erfundene Fakten, vertrauliche und personenbezogene Daten, Deepfake- und CEO-Betrug.
- Rechtlicher Rahmen: was für Mitarbeitende gilt – verständlich und ohne Paragrafenreiterei.
- Regeln für den Alltag: ein einfaches Modell, das man sich merken kann.
Welche Regel bleibt im Alltag hängen?
In unserer Schulung heißt dieses Modell „Die 3 Momente“:
- Vor der Eingabe: Ist das Tool freigegeben? Steckt Vertrauliches drin? Namen und Zahlen durch Platzhalter ersetzen.
- Nach der Antwort: Ergebnis prüfen und selbst entscheiden.
- Bei ungewöhnlichen Bitten: nichts ausführen, über eine bekannte Nummer zurückrufen, melden.
- Immer: im Zweifel fragen.
Wie lange sollte eine KI-Schulung dauern?
Für die Grundlagen sind rund 60 Minuten ein guter Richtwert: lang genug für Beispiele und Übungsfragen, kurz genug, um neben dem Tagesgeschäft machbar zu sein. Wichtig ist, dass Mitarbeitende pausieren und später weitermachen können. Rollenmodule kommen je nach Aufgabe hinzu.
Welche Rollen brauchen Vertiefung?
Manche Aufgaben bringen eigene Risiken mit. Sinnvoll sind Vertiefungen zum Beispiel für:
- Führungskräfte: Regeln setzen, Vorbild sein, Fragen beantworten.
- HR / Personal: KI bei Bewerbungen und Beurteilungen – besonders sensible Daten und Entscheidungen.
- Buchhaltung & Finanzen: Belege, Zahlungen und Betrugsversuche.
- Vertrieb & Marketing: Kundendaten, Werbeaussagen, Kennzeichnung von Inhalten.
- Kundenservice: Chatbots, Antworten an Kunden, Eskalation.
- IT & Entwicklung: eigene KI-Anwendungen, Zugänge, Betrieb.
- Verwaltung & Assistenz: E-Mails, Protokolle, Termine.
Wie dokumentiert man die Teilnahme?
EU-Kommission und Bundesnetzagentur empfehlen, Maßnahmen zur KI-Kompetenz zu dokumentieren. Praktisch heißt das: festhalten, wer wann welche Inhalte abgeschlossen hat. Hilfreich sind:
- eine Teilnahmebestätigung je Person mit Name und Datum
- das Ergebnis eines Abschlussquiz
- eine Übersicht oder Liste für Ihre Unterlagen
Wie setzt KI-Mitarbeiter-Kompetenz das um?
Der Basiskurs „KI-Kompetenz für den Berufsalltag“ hat sechs Module mit Verständnisfragen und über 20 Infografiken, Dauer rund 60 Minuten. Am Ende steht ein Abschlussquiz mit 33 Fragen; bestanden ist es ab 85 %, die Auswertung erfolgt nach Themen. Wer besteht, erhält eine PDF-Teilnahmebestätigung. Sieben Rollenmodule sind inklusive und werden je Person zugewiesen. Im Admin-Bereich sehen Sie, wer begonnen und wer abgeschlossen hat, und können eine CSV-Liste exportieren. Preise und Beispiele: Was kostet eine KI-Schulung?